Sonntag, 1. Februar 2015

Ein wahres Wort

"Was hast du?", fragte sie.
"Ich weiß nicht", sagte ich zu dem Reh aus wunderbar blauem Herbstlaub, "aber irgendwie enden unsere Begegnungen immer so surreal..."

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Ich sitze hier. Um mich - Verwüstung.
Meine Anspannung macht die gesamte Athmosphäre aus.
Ich arbeite.
Die Züge zerfurcht von Schmerz.
Mühsam bewegt die Pinzette sich über meine Augenbrauen.
Die perfekte Form suchend.
Mit dem letzten Zupfer beende ich mein Werk, als ein Ruf durch die Wohnung halt.
<Aus einer Krähe wird nun mal kein Schwan!>
Die Einsicht trifft mich wie eine Kugel.
Scham durchschlägt mein Herz.
Resigniert lege ich mich zu Bett.
Und schlafe dennoch mit Gewissheit.
Als Krähe schläft man ruhiger, den man fällt nicht auf in der schwarzen Nacht.

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